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Ärztekammer unterstützt Forderungen der Aids Hilfen

24. November 2008 | Kategorie: Gesundheit & Wellness

Dorner: Diskriminierung von HIV-positiven Menschen im medizinischen Bereich muss beendet werden – Initiativen zur Aufklärung gestartet

Wien (OTS) – Als “alarmierende und dringender Verbesserungsmaßnahmen erfordernde Tatsache” bezeichnete heute, Montag, Ärztekammerpräsident Walter Dorner die von den österreichischen Aids Hilfen aufgezeigten Mängel in der medizinischen Betreuung von HIV-positiven Menschen in Österreich. Gleichzeitig müsse aber auch erwähnt werden, dass die Ärzteschaft bereits dabei sei, Abhilfe zu leisten und Verbesserungen zu forcieren, so der Ärztekammerpräsident.

Nicht zuletzt aus diesem Grund wurde im Rahmen des von der Wiener Ärztekammer ausgerufenen “Jahres der Gesundheitsvorsorge” ein Schwerpunkt auf den Themenbereich “HIV/AIDS” gelegt. Gemeinsam mit der Aids Hilfe Wien wurden Initiativen für die Bundeshauptstadt gestartet, die vor allem der verstärkten Bewusstseinsbildung von Ärzteschaft und Bevölkerung dienten. “Es ist mir ein persönliches Anliegen, einen Beitrag zu leisten, um der Stigmatisierung von HIV-positiven Menschen in unserer Gesellschaft – insbesondere im medizinischen Bereich – ein Ende zu machen”, betont Dorner.

So habe man den niedergelassenen Ärztinnen und Ärzten Wiens etwa einen Handlungsleitfaden zur akuten HIV-Infektion zukommen lassen, der der Aufklärung der Ärzteschaft zu diesem Thema dienen soll. Weiters wurde – ebenfalls in Zusammenarbeit mit der Wiener Aids Hilfe – ein Fortbildungsschwerpunkt für die Ärzteschaft zum Thema “HIV/AIDS” gestartet.

Die Ärztekammer unterstützt die Forderung der Aids Hilfe, den Themenbereich “HIV/AIDS” als Standard in die medizinische Ausbildung zu übernehmen. Für den Ärztechef ist dies “eine bereits längst überfällige Maßnahme, um der Ärzteschaft den Umgang mit HIV-positiven Menschen näher zu bringen und das Vertrauen der Betroffenen in die Medizin wiederherzustellen”.

“Ich werde mich persönlich auch weiterhin dafür einsetzen, dass es uns gelingt, der Diskriminierung von HIV-positiven Menschen im medizinischen Bereich ein Ende zu bereiten. Jeder Mensch hat das Recht auf eine medizinische Grundversorgung, das gilt selbstverständlich auch für HIV-positive Menschen”, so Dorner abschließend. (kp)