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Austrian Airlines – Jetzt nicht die Zukunft des Wirtschaftsstandortes verspielen

4. Dezember 2008 | Kategorie: Nachrichten

GPA-djp-Katzian: Volle Unterstützung für Forderungen des AUA-Betriebsrates

Der Betriebsrat der kaufmännischen und technischen Angestellten der Austrian Airlines hat sich betreffend des geplanten Verkaufes von Unternehmensanteilen an die Lufthansa mit einem Forderungspapier an Finanzminister Pröll, ÖIAG-Vorstandsvorsitzenden Michaelis und AUA-Vorstandsdirektor Ötsch gewandt. Darin werden die Adressaten aufgefordert, im Rahmen des Verkaufsprozesses konkrete Rahmenbedingungen im Interesse des Standortes sowie der Beschäftigten zu beachten. Für die Gewerkschaft der Privatangestellten, Druck, Journalismus, Papier (GPA-djp) sagte Vorsitzender Wolfgang Katzian seine volle Unterstützung zu.

Gefordert wird u.a. die Aufrechterhaltung der Austrian als eigenständige Airline und als Aktiengesellschaft zur Bedienung eines umfassenden Netzwerkes (Drehscheibenfunktion) mittels Luftverbindungen von österreichischen Flughäfen aus. Bestehende Vermögenswerte einschließlich des Vermögensvorteils, der sich aus einer allfälligen Schuldenübernahme durch die Republik Österreich bzw. die ÖIAG ergibt, sollen im Unternehmen verbleiben.

Die Marke Austrian Airlines soll als Wort- und Bildmarke beibehalten werden. Alle Flüge der Lufthansa, die österreichische Flughäfen mit Destinationen außerhalb Österreichs, Deutschlands und der Schweiz verbinden, sind ausschließlich mit Betriebsmitteln und Personal der Austrian durchzuführen. Gefordert wird auch ein Bekenntnis der Lufthansa zum “Technikstandort” am Flughafen Wien. Insgesamt geht es um eine Spezialisierung der Austrian zum kommerziellen Kompetenzzentrum im Rahmen der Lufthansa für die Verkehrsgebiete Südosteuropa, GUS, Zentralasien, Naher- und Mittlerer Osten und für die Funktionen Marktforschung, Netzwerkentwicklung und -steuerung, Verkauf und Vertrieb, Werbung und Bodendienste. Teil des Forderungsprogramms ist auch ein umfassendes Paket zum Erhalt und Ausbau der Qualität und Quantität der Arbeitsplätze bei der AUA. Die Republik wird an die getroffene Vereinbarung nach österreichischer Eigentümerschaft von 25 Prozent plus einer Aktie erinnert. Ebenso soll ein Rückkaufrecht für bestimmte Ausnahmefälle gesichert werden.

“Mit der Zukunft der Austrian Airlines ist unweigerlich die Zukunft des Flughafens Wien und des gesamten Wirtschaftsstandortes verbunden. Wenn im Zuge des Verkaufsprozesses nicht jetzt die richtigen Rahmenbedingungen geschaffen werden, verspielen wir einen wesentlichen Teil der Zukunftsfähigkeit nicht nur der AUA, sondern des gesamten Wirtschaftsstandortes. Die Forderungen des Betriebsrates des kaufmännischen und technischen Personals stellen sich dieser Verantwortung für die Zukunft. Betriebsrat und Beschäftigte können mit der vollen Unterstützung durch die GPA-djp bei der Durchsetzung ihrer Forderungen rechnen”, so GPA-djp-Vorsitzender Katzian.

www.oegb.at