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Krötenwanderung in Wien

12. März 2012 | Kategorie: Allgemeines, Natur



Die ersten warmen Frühlingstage locken Erdkröte und Co aus ihren Winterquartieren. Zu Tausenden wandern sie zu den Tümpeln und Teichen, wo sie geboren wurden. Der Weg dorthin führt oft über stark befahrene Straßen. Für viele Kröten kann das den sicheren Tod bedeuten. Die Wiener Umweltschutzabteilung (MA 22), die Abteilung Wälder und Landwirtschaft der Stadt Wien (MA 49), die Abteilung Wiener Gewässer (MA 45), Tierschutzorganisationen und freiwillige Helferinnen und Helfer sorgen dafür, dass mehr Kröten lebend ans Ziel kommen.

Beginn der Krötenwanderung

Die Krötenwanderung beginnt meistens Anfang bis Mitte März und dauert bis in den April. Ausgelöst wird sie von Regen und Außentemperaturen von über zehn Grad Celsius. Den Winter haben die Tiere unter welkem Laub, alten toten Baumstämmen oder größeren Steinen verbracht. Gute Verstecke lassen sich fast überall finden, auch in Kellern, Geräteschuppen oder Mauerspalten. Von allen Seiten hüpfen die Tiere zu den Gewässern, wo sie in den Jahren davor als Kaulquappen (Larven) lebten. Bevor sie die Ufer ihrer Tümpel erreicht haben, waren manche bereits bis zu zwei Kilometer unterwegs. Am mühsamsten ist der lange Marsch für die Krötenweibchen. Denn richtige Krötenmänner kennen keine Emanzipation. Viele Krötenherren lassen sich von ihren Damen auf dem Rücken tragen. Am Teich angekommen, legen die Weibchen ihre bereits befruchteten Eier in Schnüren im Wasser ab. Später schlüpfen daraus die Kaulquappen (Larven).

Wanderstrecken in Wien

In Wien queren die Kröten hauptsächlich folgende Straßenabschnitte:

Amphibienschutztafeln weisen auf die Krötenwanderung hin.

Hilfe von Verkehrsteilnehmerinnen und -teilnehmern

Grünumrandete Verkehrsschilder mit dem Abbild einer großen schwarzen Kröte oder einem Frosch in der Mitte weisen die Autofahrerinnen und Autofahrer auf die Krötenwanderung hin. Die Schilder werden auf Straßen angebracht, die auch von Kröten benutzt werden. Vorsichtig und langsam fahren lautet dann die Devise. Davon profitieren die Kröten, die Helferinnen und Helfer aber auch die Autofahrerinnen und Autofahrer. Spaziergängerinnen und Spaziergänger sollten die Krötenzäune nicht beschädigen und die Fangkübel nicht beseitigen. Gegenstände dürfen nicht in die Laichgewässer geworfen und der Laich nicht aus dem Wasser entfernt werden. Hundebesitzerinnen und -besitzer sollten ihren Schützling bei den Fangzäunen an der Leine halten. Hunde, die ins Gewässer gelassen werden, zerstören den Laich.

Aus: www.wien.gv.at