“Strategie des Wahnsinns”
10. Dezember 2008 | Kategorie: Nachrichten, Politik Inland
Zu Leitl: Arbeitsniederlegung ist Notwehrmaßnahme
Post-Vorstandsstrategien schaden Unternehmen und Bevölkerung
“Wenn der Vorstand der Post AG eine Strategie des Wahnsinns umsetzt, dann ist er es, der großen Schaden anrichtet und damit das Unternehmen aufs Spiel setzt”, antwortete Gerhard Fritz, Vorsitzender der Postgewerkschaft, auf eine Aussendung des WKÖ-Präsidenten Christoph Leitl.
“Die PostlerInnen müssen zu Notwehrmaßnahmen greifen, um weitere 1.000 Postämterschließungen und den Abbau von 9.000 Arbeitsplätzen zu verhindern. Die Post ist ein hochprofitabler Betrieb mit einer sehr dünnen Personaldecke. Von betriebsbedingten Kündigungen kann daher ohnehin keine Rede sein. Trotzdem wollen die Verantwortlichen diesen Abbau durchführen. Das ist gegen die Interessen der Bevölkerung und gegen die Interessen des Wirtschaftsstandortes. Um mit solchen Methoden den Profit für Aktien-Spekulanten zu steigern, brauchen wir keine hochbezahlten Manager!”, betonte der Gewerkschaftsvorsitzende.
Leitl sollte bewusst sein, dass “Postpartnerschaften” eine Minimalvariante der postalischen Versorgung darstellen. Dem WKÖ – Präsidenten muss auch klar sein, dass nur jede fünfte aufgelassene Postfiliale durch einen Postpartner ersetzt worden ist.
Die Postgewerkschaft ist in genauer Kenntnis des Regierungsprogramms.
Uns ist klar, dass die Schaffung von gesetzlichen Rahmenbedingungen der
erste Schritt zu einer vernünftigen Marktöffnung im Briefbereich sein muss.
In diesem Programm werden die Sozialpartner aufgerufen, einen
Branchenkollektivvertrag zu erstellen.
Die GPF fordert daher WKÖ-Präsident Leitl auf, umgehend eine Postmarktbranche in der WKO einzurichten, damit eine sofortige Verhandlungsaufnahme für einen Branchen-Kollektivvertrag möglich ist. Abschließend verweist Gewerkschaftsvorsitzender Gerhard Fritz auf einen Lösungsvorschlag, der vom Post-Betriebsrat am 3. 12. 2008 übergeben wurde.Warum der Postvorstand diesen bis heute nicht akzeptiert hat, wäre von Präsident Leitl bei seinem WKÖ-Mitglied Post AG zu hinterfragen.









