Wlodkowski: “Bereits rund 70% der Konsumenten kaufen direkt beim Bauern”
3. Dezember 2008 | Kategorie: Essen & Trinken
Ausschlaggebend sind hohe Lebensmittelqualität und Vertrauen in bäuerliche Produktion
Wien (OTS) – “Mit dem Qualitätsprogramm ‘Gutes vom Bauernhof’ unterstützen die Landwirtschaftskammern seit mittlerweile zehn Jahren die Spezialisierung und Professionalisierung der bäuerlichen Direktvermarktung und liegen damit im Trend der Zeit, weil mit zunehmender Globalisierung der Märkte gerade regionalen Produkten ein immer höherer Stellenwert zukommt. Verbraucher, die beim Bauern einkaufen, schätzen vor allem die hohe Lebensmittelqualität, den unvergleichlichen Geschmack des Produktes als auch die Transparenz und Rückverfolgbarkeit bei der Herstellung. Mit der Marke ‘Gutes vom Bauernhof’ ist es Österreichs bäuerlichen Direktvermarktern gelungen, das Vertrauen der Konsumenten in die bäuerliche Lebensmittelproduktion zu stärken, weil mit dieser Marke sowohl die Verwendung hofeigener Rohstoffe als auch die Verarbeitung durch die Bäuerin oder den Bauern garantiert wird. Auch die Wirtschaftsleistung ist beachtlich, denn insgesamt werden rund EUR 300 Mio. ab Hof, auf Märkten sowie durch bäuerliche Zustelldiente umgesetzt und das sind rund 6% der gesamten Haushaltsausgaben für frische Lebensmittel”, zog Gerhard Wlodkowski, Präsident der LK Österreich, gestern, Dienstag, in Wien eine erfolgreiche Bilanz zum Thema “10 Jahre Gutes vom Bauernhof”.
Der LK-Präsident verwies in dem Zusammenhang auf die aktuellen Ergebnisse der von Keyquest Marktforschung durchgeführten Direktvermarkter-Studie, die deutlich zeigen, dass zunehmend mehr Menschen regelmäßig beim Direktvermarkter einkaufen: Demnach gaben 27% der befragten Konsumenten an, wöchentlich beim Direktvermarkter einzukaufen und weitere 28% tun dies zumindest einmal im Monat. Ausschlaggebend für den Einkauf bei der Bäuerin oder Bauern sind die unvergleichlich hohe Qualität als auch die garantierte Herkunft der Produkte.
Direkt vom Bauern werden am häufigsten Eier, Kartoffeln, Obst, Gemüse und Fleisch gekauft, während die einst klassischen Direktvermarktungs-Produkte wie Frischmilch und Frischfleisch etwas an Bedeutung verlieren: Laut RollAMA 2007 gab es bei den Produkten Käse, Frischobst, Frischgemüse, Kartoffeln und Eier wieder leichte Zuwächse gegenüber dem Jahr davor.
Einkauf beim Bauern schont die Geldbörse
Von der RollAMA wurden Preisabweichungen zum LEH von bis zu 30% festgestellt. Dennoch gaben bei der Konsumentenbefragung nur 5% der Verbraucher an, aufgrund des günstigeren Preises direkt beim Bauern einzukaufen. Weiters geht aus der Studie hervor, dass 31% der Befragten nie bei einem bäuerlichen Direktvermarkter kaufen, weil für einen Großteil dieser Verbraucher der Weg zum Bauern zu umständlich ist.
Kooperationen sollen Zugang zu bäuerlichen Schmankerlm erleichtern Österreichs Direktvermarkter wollen künftig mit “Gutes vom Bauernhof” verstärkt auf Kooperationsprojekte setzen. Ziel ist es, das Angebot noch besser zu bündeln, damit man den Bedürfnissen der Konsumenten mehr entgegenkommen kann. Bundesweit erfreuen sich “Bauernecken” im Lebensmittelhandel zunehmender Beliebtheit und in örtlichen Geschäften soll verstärkt in eigenen Bereichen die gesamte bäuerliche Produktpalette angeboten werden, um den Konsumenten den Kauf echter bäuerlicher Produkte noch zu erleichtern. Die Marke “Gutes vom Bauernhof” garantiert dabei nicht nur eine nachvollziehbare Herkunft der sorgfältig hergestellten Produkte, sondern auch die ständig überprüfte Qualität und Hygiene der Lebensmittel. Ein weiteres Service für Konsumenten bei der Suche nach einem bäuerlichen Schmankerl, Bauernladen oder Bauernmarkt in nächster Nähe bietet die Direktvermarkter-Datenbank unter www.gutesvombauernhof.at. Zudem gibt es bei den Landesverbänden der Direktvermarkter ansprechende Broschüren mit Adressen.
“Österreichs bäuerliche Direktvermarkter sind nicht nur verlässliche und glaubwürdige Partner der Konsumenten, sondern auch bedeutende Botschafter der Landwirtschaft zu den Verbrauchern. Gerade im persönlichen Gespräch gelingt es am besten, wichtige Informationen über die moderne Landwirtschaft als auch über ökologische und ökonomische Vorteile, die der Einkauf bäuerlicher Produkte mit sich bringt, zu vermitteln. Eine verstärkte Nachfrage regionaler, bäuerlicher Produkte führt auch zu beachtlichen wirtschaftlichen Effekten. Wenn Österreichs Konsumenten beispielsweise statt einer Vielzahl von Lebensmitteln aus aller Welt nur um 10% mehr bäuerliche Produkte aus Österreich bzw. aus der Region kaufen würden, könnte das Bruttoinlandsprodukt (BIP) jährlich um rund EUR 2,7 Mrd. steigen und gleichzeitig würden dadurch auch 17.000 Arbeitsplätze geschaffen”, hielt Wlodkowski abschließend fest.









